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Eine besondere musikalische Lesung gastiert in Bremen am Montag, 10. November 2025, 19 Uhr, in der Jüdischen Gemeinde, Schwachhauser Heerstr. 117

Die Klezmer-Band „Cladatje“ und Schauspieler Robert Levin bieten Geschichten mit Tiefgang und viel Humor aus „Die sieben guten Jahre“ von Etgar Keret. Der israelische Meister der Kurzgeschichte erzählt sehr persönlich von Freuden und schrägen Momenten des Eltern- und Kindseins in Israel, familiären Wurzeln in Polen und von der Hoffnung auf friedlichere Zeiten. Dazu spielt das Ensemble „Cladatje“ jiddische Lieder und beschwingte Tanzmelodien.

 

 

 

Die Jüdische Gemeinde lädt ab 11.30 Uhr ein, Ausschnitte aus ihrem Leben kennenzulernen.
Ort: Schwachhauser Herrstrasse 117

Die Enkel des Holocaust

in der Jüdische Gemeinde im Lande Bremen
Schwachhauser Heerstraße 117, Bremen
Anmeldung unter: yhavlin@gmail.com

Eine Produktion von Pinguin Studios Bremen
Buch und Regie: Eike Besuden;
Kamera: André Krüger;
Schnitt und Musik: Fabian Teichmann

Schauspieler
Julius Bamberger – Frank Auerbach; Friedel Bamberger – Ulrike Knospe;
Anneliese Bamberger – Annika Berger; Egon Bamberger – Rune Jürgensen

All together now !!!

Eine Veranstaltungsreihe organisiert vom Köfte Kosher Projekt// Gedenkpavillon am Marwa-El-Sherbini-Platz für Groß und Klein und alle dazwischen!

Im Bremer Viertel steht an der Ecke Humboldtstraße/Fehrfeld ein Gedenkpavillon. Dieser ist 2012 als jüdisch-muslimisches Kunst- und Jugendprojekt entstanden, um auf rechts- In Kooperation mit Kulturnetz e. V. extreme Gewalt im Alltag aufmerksam zu machen. Er erinnert an zwölf Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit der deutschen Wiedervereinigung, die wegen ihrer Religion, ihrer Hautfarbe, ihrer sexuellen Orientierung, einer Behinderung oder weil sie obdachlos waren, ermordet wurden. Sie stehen stellvertretend für alle Opfer rechter Gewalt in Deutschland.

Der Platz, auf dem der Gedenkpavillon steht, wurde 2018 in Marwa-El-Sherbini-Platz benannt. Sie ist eines der zwölf Gewaltopfer, an deren Geschichte und Schicksal am Gedenkpavillon erinnert wird. Sie lebte mit ihrer Familie von 2005 bis 2008 in Bremen und wurde am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden von einem rechten Gewalttäter ermordet.

Wir gedenken den Opfern rechter Gewalt, um uns daran zu erinnern, was wir nur gemeinsam erreichen können: Für eine gemeinsame friedliche und solidarische Zukunft ohne Hass und Diskriminierung.

In diesem Sinne möchten wir Euch ALLE zum
All together Now !!!! Coming Together einladen!
(In Kooperation mit Kulturnetz e. V.)


Das Geheimnis der Königin Esther

Bubales Puppentheater, ab 6 Jahren

Kinderprogramm am 22. Juni 2025
mit Theater und koscherem Mittagssnack.
Jüdische Gemeinde Bremen // Teilnahme Kostenlos
10:00 – 13:00 Uhr

Das Waisenmädchen Esther wird Königin von Persien – doch sie verheimlicht ihre jüdische Herkunft, um sich zu schützen. Als der machthungrige Wesir Haman das gesamte jüdische Volk vernichten will, stellt sich Esther mutig gegen ihn. Ihre Entscheidung verändert alles – und macht sie bis heute zur Heldin.

Am Purimfest erinnern Masken und Verkleidungen an Esthers notwendige Tarnung. Auch heute noch ist das Verbergen der jüdischen Identität für viele bittere Realität.

Das Stück zeigt Esthers Geschichte mit lebensgroßen Masken, Stabpuppen, orientalischer Musik und Hörspielpassagen. Zwischen den Szenen hören wir, was Kinder der jüdischen Heinz-Galinski-Schule über die verschiedenen Figuren der Geschichte denken – und welchen Bezug sie zur Gegenwart sehen.

Und wenn der Name „Haman“ fällt, wird laut geratscht – denn das ist die Purimgeschichte: voller Spannung, Hoffnung und der Botschaft, dass niemand allein ist. Esthers Geschichte ist eine Erzählung, die seit Generationen Mut und Kraft gibt.

Zusätzlich bietet Marina Chernivsky, Geschäftsführerin der Beratungsstelle OFEK und Schirmherrin des Köfte Kosher Gedenkpavillons, einen Input für Eltern zum Thema: Umgang mit antisemitischen Vorfällen an Schulen – und wie Eltern ihre Kinder unterstützen können und stellt den Ansatz vom OFEK als psychosoziale Beratungsstelle vor.

Sarah Bose von der Bremer Beratungsstelle Soliport wird auch vor Ort sein: Eine Anlaufstelle für Menschen, die von rechter, rassistischer oder antisemitischer Gewalt betroffen sind.

Die Einführungen zu den beiden Veranstaltungen werden jeweils von dem Projekt Köfte Kosher vorgenommen.

Für die verbindliche Teilnahme an der Veranstaltung ist eine Anmeldung bis zum 10. Juni unter folgender E-Mail-Adresse mit vollständigem Namen erforderlich: juedische.gemeinde.bremen@ewetel.net


Nachmittagsprogramm:
Am Köfte-Kosher Gedenkpavillon, Marwa-El-Sherbini-Platz, 28203 Bremen
15:30- 17:00
Der Marwa-El-Sherbini-Platz wird zum Freiluft-Kino – gezeigt wird:

„Isaak und der Elefant Abul Abbas“,

eine witzige Puppen-Comedy über eine Reise von Bagdad nach Aachen.
Basierend auf einer wahren Geschichte:
Im Jahr 801 wurde der Elefant Abul Abbas zusammen mit Isaak, einem jüdischen Kaufmann, Dolmetscher und Gesandten Karls des Großen, sowie einer kleinen Delegation von Bagdad nach Aachen geschickt. Am 20. Juli 802 erreichte Abul Abbas die Stadt und wurde dem Kaiser mit weiteren Geschenken übergeben.

Das jüdische Puppentheater Bubales hat den zweisprachigen Film (Deutsch–Arabisch) zusammen mit syrischen Künstler:innen für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene produziert – mit viel Humor und Herz.

Bringt eure Kissen mit, macht’s euch auf den ausgelegten Teppichen gemütlich – und genießt Kino-Atmosphäre unter freiem Himmel!

Außerdem gibt es Infotische von Beratungsstellen und großartigen Projekten.
Für die Sicherheit der Teilnehmer:innen ist gesorgt.

Mittwoch, 28. Mai 2025, 20 Uhr, Jüdische Gemeinde, Schwachhauser Heerstr. 117

Am 29. November 1947 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Gründung eines jüdischen Staates neben einem arabischen Staat im britischen Mandatsgebiet Palästina beschlossen. Der jüdische Staat Israel wurde am 14. Mai 1948 gegründet und konnte sich in der Folge erfolgreich gegen den Angriff der arabischen Nachbarn verteidigen. Das war nur möglich, weil die Juden diese „Heimstätte“ als Gesellschaft und Staat über Jahrzehnte vorbereitet hatten.

Es war nicht nur die zionistische Elite, die in Palästina für die Umsetzung der Balfour Deklaration gesorgt hat, es waren die Menschen, die aus einer Vielzahl von Motiven, Überzeugungen, Ängsten und Hoffnungen an die Arbeit gingen, um ihr Leben in einem neuen, unbekannten Land selbst in die Hand zu nehmen. Und die als Soldaten ihr Leben für die neue jüdische Gemeinschaft in die Waagschale warfen.

All dies spiegelte die zeitgenössische Literatur wider, in bekannten und weniger bekannten Büchern. Wir wollen einige Bücher und ihre Autorinnen und Autoren vorstellen, denn sie vermitteln uns ein lebendiges Bild über die Zeit zwischen den Kriegen bis zur Staatsgründung und dem Unabhängigkeitskrieg. Diese Bücher werden mit einer Einführung und der Lesung von Textpassagen vorgestellt:

Moscheh Ya’akov Ben Gabriel: „Jerusalem wird verkauft oder Gold auf der Straße“
Gershon Scholem: Von Berlin nach Jerusalem. Jugenderinnerungen“
Gabriele Tergit: „Mit dem Schnellzug nach Haifa“
Amos Oz: „Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“
Arthur Koestler: „Mit dem Rücken zur Wand. Israel im Sommer 1948“
Yoram Kaniuk: „1948“